Passionstheater Oberammergau: Was Christian Stückl für den Sommer plant
“Nabucco” wird wiederholt
Abdullah Kenan Karaca, der im vorigen Sommer „Romeo und Julia“ im Zelt vor dem Passionstheater herausbrachte, inszeniert erst 2017 etwas Neues. Dann wird es auch eine zweite Oper geben. Im nächsten Jahr wird Giuseppe Verdis „Nabucco“ am 5. August wieder aufgenommen – in nahezu gleicher Besetzung wie 2015. Die Sängerin der Fenena hat ein Engagement an die New Yorker Metropolitan Opera bekommen und muss ersetzt werden. Der Dirigent Ainars Rubikis leitet außerdem am 12. August ein Konzert mit der Neuen Münchner Philharmonie, in dem Werke von Dvorák, Bernstein und Gershwin gespielt werden.
Das zweite Standbein des Oberammergauer Festivals neben dem Theater ist der Heimat-Pop. Am 29. und 30. Juli findet zum vierten Mal das „Heimatsound“-Festival statt. Stückl nennt es wegen der teilweise kampierenden Besucher „unser kleines Woodstock“. Wie jedes Jahr werden dafür die Sitze des Passionstheaters ausgebaut.
Sieben Mitwirkende stehen bereits fest: Konstantin Wecker, Kofelgschroa, Seiler und Speer, Erwin Edwin, Impala Rey, Herbert Pixner sowie Dicht Ergreifend. Sieben weitere Bands werden sich ebenfalls mit dem Begriff von Heimat auseinandersetzen. Von den insgesamt 3000 Karten wurden bereits 1000 verkauft.
Und natürlich kommt auch das Traditionsstück: Am 8. und 9. Juli gastiert das Volkstheater mit „Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben“. An allen Spieltagen fährt um 16.30 Uhr ein Bus vom ZOB nach Oberammergau und wieder zurück. Denn zu Fuß bestünde die Gefahr, sich auf 95 Kilometern die Sohlen der Sandalen durchzulatschen.
Alle Termine unter www.passionstheater.de. Karten unter 945 88 88 und bei Münchenticket